Tiergestützte Therapie

Was ist eine Tiergestützte Therapie?

Tiergestützte Therapie: Wie Tiere unsere Seele heilen können

Die tiergestützte Therapie ist eine innovative und effektive Methode, um die körperlichen und emotionalen Bedürfnisse von Menschen zu unterstützen. Diese Art von Therapie nutzt die unvergleichliche Verbindung zwischen Menschen und Tieren, um positive Veränderungen in den Bereichen Gesundheit, Wohlstand und Wohlbefinden zu erzielen.

Die tiergestützte Therapie wurde erstmals in den 1950er Jahren eingesetzt und hat sich seitdem zu einer anerkannten Form der Behandlung entwickelt. Es gibt eine Vielzahl von Tieren, die in der Therapie eingesetzt werden können, darunter Hunde, Pferde, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und sogar Schlangen. Jedes Tier hat seine eigenen besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten, die es zu einer idealen Wahl für bestimmte Therapiebedürfnisse machen.

Eine der größten Stärken der tiergestützten Therapie ist, dass sie die emotionalen und körperlichen Bedürfnisse des Menschen auf eine besondere Art und Weise anspricht. Tiere können uns helfen, uns zu entspannen, uns zu beruhigen und uns zu motivieren. Sie können uns auch dabei helfen, unsere Emotionen zu regulieren und unsere Stimmung zu verbessern. Darüber hinaus können Tiere auch dabei helfen, Schmerzen zu lindern und das körperliche Wohl zu verbessern.

Ein weiteres wichtiges Merkmal der tiergestützten Therapie ist, dass sie nicht nur den Menschen, sondern auch dem Tier hilft. Tiere können durch ihre Teilhabe an der Therapie ihre eigene emotionale und körperliche Gesundheit verbessern. Die Therapie kann auch dazu beitragen, dass Tiere aus Tierheimen oder anderen Pflegeeinrichtungen adoptiert werden, wodurch sie ein besseres Zuhause finden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die tiergestützte Therapie eine wertvolle Ergänzung zur traditionellen Psychotherapie sein kann. Sie bietet eine unterstützende und angenehme Umgebung, in der Patienten ihre Emotionen ausdrücken und ihre Probleme auf einer tieferen Ebene angehen können. Es ist wichtig zu betonen, dass die tiergestützte Therapie kein Ersatz für die traditionelle Psychotherapie ist, aber eine sinnvolle Ergänzung sein kann.

Der Umgang mit Tieren kann signifikante Effekte auf die Gesundheit des Menschen haben. Hunde tragen beispielsweise zum Wohlbefinden ihrer Besitzer bei, indem sie ihnen ein hohes Mass an Einfühlungsvermögen entgegenbringen. Dabei können sie sich auf die jeweilige Situation und die Stimmung des Menschen einstellen und entwickeln mit ihm besondere Beziehungsqualitäten. Bei Tieren wie Katzen, Pferden, Lamas oder Alpakas stehen hingegen andere Mechanismen im Vordergrund, durch welche diese zu Schutzfaktoren werden, die dem Menschen dabei helfen Resilienz aufzubauen, indem sie beispielsweise die seelische Festigkeit fördern. Im Zentrum der Tiergestützten Therapie steht häufig der Beziehungsaufbau und die Beziehungsgestaltung. Demzufolge eignet sich der Kontakt zu Tieren in besonderer Art Menschen zu unterstützen, die psychische Störungen aufgrund von Zurückweisungen, Verletzungen oder gar missbräuchlichen Beziehungserfahrungen entwickelten.

Nach dem Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Prof. Dr. med. habil. Frank Häßler, in (Häßler, 2009), konnten folgende positive Wirkungen innerhalb der tiergestützten Therapie in drei Ebenen beobachtet werden:

 

Physische und physiologische Wirkung

-Senkung des Blutdrucks und der Herzfrequenz, Kreislaufstabilisierung Muskelentspannung, Abnahme der Spastik, Besserung des Gleichgewichts

-neuroendokrine Wirkung, Ausschüttung von Endorphinen, Änderung der Schmerzwahrnehmung

-motorische Aktivierung, Training der Muskulatur, Verdauungsaktivierung‚ Anregung zur besseren Ernährung, bessere Körperpflege, Übergewichtsreduktion, Förderung einer regelmäßigen Tagesstruktur

-Ersatz gestörter Sinnesfunktionen (Blindenhund, Gehörlose, Rollstuhlfahrer)


Psychische Wirkung

-Stabilisierung der Befindlichkeit (Zuneigung, Zärtlichkeit, Trost)

-Förderung von positivem Selbstbild, Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein

-Förderung von Kontrolle über Umwelt und sich selbst

-Förderung von Sicherheit, Selbstsicherheit und Abbau von Angst

-Stressreduktion, Beruhigung und Entspannung

-soziale Integration

-Antidepressive und antisuizidale Wirkung


Soziale Wirkung

-Aufhebung von Einsamkeit und Isolation

-Nähe, Intimität, Körperkontakt

-Streitschlichtung‚ Familienzusammenhalt, Rettung der Beziehung

-Positive soziale Attribution

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